{"title": "Der Diplomat", "start": "2026-11-08T15:30:00+01:00", "end": null, "place": "Bundesplatz Studio", "address": "Bundesplatz 14, 10715 Berlin", "price": "10,-- €", "price_from": "10.00", "price_to": "10.00", "category": "film", "tags": ["society/politics/foreign-policy", "film/documentary", "history/wwii"], "description": "Der Diplomat (1994) ist ein Dokumentarfilm über den französischen Diplomaten Stéphane Hessel. Hinter dem Film stehen die Regisseure Antje Starost, Hans Helmut Grotjahn und Manfred Flügge. Er erzählt von Hessels Weg als Résistance-Kämpfer, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald und Diplomat bei der Gründung der UNO, und porträtiert ihn auch als Lyriker, Essayisten und Kosmopoliten. 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Der Regisseur nähert sich darin seinem eigenen Vater, dem NS-Diplomaten Hanns Ludin, den Hitler 1941 als Gesandten in die Slowakei schickte und der dort die „Endlösung\" durchsetzen sollte. 60 Jahre nach Kriegsende sprechen der Regisseur und seine Geschwister offen über Verdrängung, Loyalität und Scham in der Familie, während die Verwandten die Wahrheit über den Vater beschönigen, leugnen oder verdrängen. 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Der Film nähert sich dem eigenen Vater, dem NS-Diplomaten Hanns Ludin, den Hitler 1941 als Gesandten in die Slowakei schickte, wo er vor allem die „Endlösung“ durchsetzen sollte. Nach dem Krieg wurde Hanns Ludin ausgeliefert, zum Tode verurteilt und 1947 hingerichtet. 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Von rund 500 Stunden aufgezeichneten Prozessmaterials, von denen 350 Stunden erhalten sind, konzentriert sich der Film auf bislang unveröffentlichte Bilddokumente. Orientiert an Hannah Arendts Begriff der „Banalität des Bösen“ zeigt er Eichmann nicht als dämonisches Monster, sondern als unscheinbaren Bürokraten, der sich hinter Verfahrensregeln verschanzt. 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